Oper nur für Opa?

Eine kleine Einführung zur Oper, die zeigt, dass sie auch junge Menschen ansprechen kann.

Einige Zeit lang dachte ich, Oper wäre nichts für mich. Den Gesang fand ich zu hoch, zu tief und zu unverständlich das, was gesungen wurde. Nun, ich musste mittlerweile mein Urteil revidieren. Das Oper eine Form des Theaters ist, die erstmal abschreckt, meint auch Auri vom Blog Theatergeist. Aber auch, dass es sich lohnt seine Vorurteile zu überwinden. Noch würde ich mich nicht als absoluten Fan bezeichnen, dennoch habe ich erkannt, dass die Oper einiges zu bieten hat. Tolle Kostüme, aufwändige Bühnenbilder, schöne Musik, eine komplizierte Handlung und ergreifende Konflikte. Die Hochzeit des Figaros von Mozart handelt zum Beispiel von Intrigen und Konflikten unterschiedlicher Paare, die in einem verwirrenden Beziehungsgeflecht zueinanderstehen. Durch die Musik entsteht eine Dramatik, die einen mitfiebern lässt.

Hänsel und Gretel Theater Münster
Die Kinderoper Hänsel und Gretel im Theater Münster. Lisa Wedekind, Eva Bauchmüller. Foto: Oliver Berg.

Opern mit Weltruhm

Die Oper entstand um 1600 in Italien und verband Gesang und Musik mit einer dramatischen Handlung. Ausgangspunkt dafür war anfangs meist die antike Mythologie. Fähige Schriftsteller schrieben die sogenannten Libretti (sing. Libretto), den Text der Oper, mit ernster oder komischer Handlung. Verarbeitet wurden Legenden, Märchen, Dramen oder historische Ereignisse. Einige der Opern, die innerhalb der 400 Jahre entstanden, erlangten Weltruhm und werden immer wieder neu inszeniert. Bekannt geworden sind vor allem die Komponisten, wie zum Beispiel Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi und Richard Wagner. Durch das Bühnenbild, die Kostüme, Requisiten und die Beleuchtung können die alten Werke von Regisseuren auf eine neue Art interpretiert und dargestellt werden.

Aufführungen in Originalsprache

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war es sogar noch üblich die Oper in der jeweiligen Landessprache aufzuführen. Nun gibt es allerdings einen großen internationalen Austausch, Sängerinnen und Sänger treten weltweit auf und lernen daher nur die Originalsprachen. Die Übersetzung des Textes wird daher digital über oder neben der Bühne eingeblendet. Dies ist wohl auch ein Grund, weshalb sich Opern nicht so sehr für jüngere Kinder eigenen, da sie den Text meist nicht so schnell erfassen können und deshalb weniger von der Handlung verstehen. Selbst bei deutschsprachigen Opern, wie Der Freischütz von Carl Maria von Weber, bietet es sich an den Text anzuzeigen, da durch den Gesang nicht immer alles zu verstehen ist.

Die Zauberflöte Oper Mozart Theater Münster
Die Königin der Nacht aus Die Zauberflöte. Olga Polyakova. Foto: Oliver Berg.

Stets lustig, heißa hoppsassa!

Als Kind kann man dennoch in Berührung mit Opern kommen. Ich kannte das Lied vom Vogelfänger Papageno und die Arie der Königin der Nacht aus Mozarts Die Zauberflöte, bevor ich wusste was eine Oper ist. Dies ist Musik die einen verzaubern kann und bei mir eine Gänsehaut verursacht. Heute finde ich es besonders spannend die unterschiedlichen Inszenierungen und Bühnenbilder zu sehen sowie die Musiker im Orchestergraben zu beobachten.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Opern gemacht?

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Literatur:

Riding, Alan – Dunton-Downer, Leslie: Oper (Kompakt & Visuell), Dorling Kindersley 2006.

Henze-Döhring, Sabine – Döhring, Sieghart: Oper. Die 101 wichtigsten Fragen, C.H.Beck 2017.

 

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